Nachgefragt

Magisches Fotoshooting in historischer Reithalle: So entstand das spektakuläre Levade-Bild

Ein Artikel von Redaktion | 24.01.2025 - 17:46
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Zu schön um wahr zu sein? Falsch gedacht! Dieses Bild ist gänzlich ohne Mitwirken von Künstlicher Intelligenz (KI) entstanden.   © Simages Photography www.simages.at

Die Location, eine historische Winterreithalle innerhalb der Schlossanlage Valtice, nur wenige Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt, besticht durch ihre beeindruckende Atmosphäre. Gäste auf vier Hufen sind die absolute Ausnahme, heute dient der 17 x 62 m große Raum als Veranstaltungsort für Anlässe unterschiedlichster Art. Der ursprüngliche Reitsand musste schon vor Jahren edlem Parkett weichen, lediglich zwei Pilaren erinnern an den ursprünglichen Zweck des Gebäudes.

Der glatte Untergrund stellte eine besondere Herausforderung für das Shooting dar. „Ich war zu Beginn selbst skeptisch, ob es klappen würde. Aber ich kenne Jan, ich weiß, dass er ein tolles Gespür für Pferde hat. Hätte es Probleme gegeben, hätten wir das Shooting einfach abgebrochen", so Sabrina Reiter.

Doch das war nicht nötig: „Wir haben Schritt für Schritt getestet, wie das Pferd mit den Bedingungen klarkommt. Jan hat ein unglaubliches Feingefühl für sein Pferd, und das Vertrauen zwischen ihnen war in jeder Phase spürbar", erzählt die Fotografin.

Besonderer Moment

Das Highlight des Shootings war die Aufnahme einer Levade, einer anspruchsvollen Lektion der Hohen Schule. „Ich fand, dass eine Levade vor dem Gemälde mit ähnlichem Motiv einfach umwerfend aussehen müsste. Jan war erst skeptisch, weil es für diese Lektion doch recht viel Energie im Pferd braucht. Aber er wollte es versuchen. Ich kann mich noch erinnern, dass die Assistentin, ich und der für die Räumlichkeiten zuständige Herr mucksmäuschenstill dagestanden sind, und den ganzen Prozess der Entstehung gebannt verfolgt haben – ich mit der Kamera in der Hand, bereit jederzeit abzurücken“, erinnert sich Sabrina Reiter zurück.

Jan und sein Österreichisches Warmblut, der neunjährige Solitaire von Pachern, begannen vorsichtig mit einer Piaffe, begleitet vom rhythmischen Klang der Hufe auf dem Parkett. „Als das Pferd sich schließlich in die Levade erhob und für wenige Sekunden wie ein Denkmal verharrte, war das ein magischer Moment, den ich mit meiner Kamera einfangen konnte", berichtet die Fotografin begeistert.

Minimaler Raum, maximales Ergebnis

Das Shooting war mit erheblichem Aufwand verbunden: Sechs Stunden für die An- und Rückreise, eine Stunde für den Aufbau und eine Stunde intensives Shooting in einer außergewöhnlichen Location bei schwierigen Lichtverhältnissen. „Es war ein furchtbar düsterer Tag. Wir mussten zusätzliche Beleuchtung aufbauen und hatten nur ganz wenig Bewegungsspielraum für die Fotos vor dem Gemälde“, so Reiter. Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Auf Social Media sorgte das Motiv für große Begeisterung und viel Zuspruch. „Es war ein wahnsinnig aufwendiges Shooting. Aber mit den Ergebnissen sind wir hoch zufrieden und einfach nur happy“, freut sich die überglückliche Fotografin.